Worum es geht
Die EU plant laut einem Bericht der Financial Times, ihre Importquoten für Stahl ab dem 1. Juli um 47 Prozent zu senken und auf Lieferungen über dem jeweiligen Limit einen Zoll von 50 Prozent zu erheben. Davon wäre auch die Ukraine betroffen, obwohl zwischen der Ukraine und der EU ein Freihandelsabkommen gilt.
Nach Angaben der Zeitung schlägt die EU-Kommission für die Ukraine eine zollfreie Quote von 713'000 Tonnen vor. Im vergangenen Jahr exportierten ukrainische Unternehmen demnach 2,65 Millionen Tonnen Stahl in die EU. Das entspräche einem Rückgang von rund 70 Prozent.
Bedeutung für die Ukraine
In Kiew wächst die Sorge, dass ein solcher Schritt einen der wichtigsten Devisenbringer des Landes in einer Phase steigender Kriegsausgaben schwächen könnte. Die Financial Times schreibt, die Ukraine könne dadurch bis zu 1 Milliarde Euro an Exporterlösen verlieren.
Sie würden alle Möglichkeiten ukrainischer Unternehmen, Produkte auf den europäischen Markt zu liefern, vollständig zerstören.
Oleksandr Wodowos · Vertreter von Metinvest
Wodowos sagte weiter, die Ukraine könne den europäischen Markt derzeit nicht einfach ersetzen. Auf anderen Märkten konkurriere sie mit Russland und der Türkei, wo Strom deutlich günstiger sei und Produktionsstandorte nicht täglich unter Beschuss stünden.
Auf anderen Märkten gibt es Russland und die Türkei, bei ihnen ist der Strom zehnmal billiger, sie werden nicht jeden Tag bombardiert. Unser Hauptmarkt war immer Europa.
Oleksandr Wodowos · Vertreter von Metinvest




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