Johansson erwartet neuen Vorschlag der EU-Kommission
Die Europäische Union könnte den temporären Schutz für Geflüchtete aus der Ukraine um ein weiteres Jahr bis März 2028 verlängern. Das sagte die EU-Sonderbeauftragte für Ukrainerinnen und Ukrainer, Ylva Johansson, in einem Interview mit Deutsche Welle.
Angesichts der aktuellen Lage denke ich, dass von der EU-Kommission ein Vorschlag kommen wird, ihn um ein weiteres Jahr zu verlängern. Und ich denke, dass die EU-Mitgliedstaaten dem zustimmen werden.
Ylva Johansson · EU-Sonderbeauftragte für Ukrainerinnen und Ukrainer
Johansson sagte weiter, solange es kein Friedensabkommen gebe, müssten die Betroffenen Klarheit darüber haben, wie es weitergehe.
Schutzmechanismus läuft derzeit bis März 2027
Der Mechanismus des vorübergehenden Schutzes wurde von der EU nach dem russischen Grossangriff im Jahr 2022 aktiviert. Ursprünglich war er als befristete Notfallmassnahme gedacht, wurde seither aber mehrmals verlängert.
Der aktuelle Beschluss sieht Schutz bis März 2027 vor. Danach könnte der Mechanismus theoretisch beendet werden oder es könnte eine schrittweise Überführung in andere Aufenthaltstitel und nationale Migrationsprogramme einzelner EU-Staaten beginnen.
Der vorübergehende Schutz ist ein EU-Instrument für Menschen, die wegen Krieg oder anderer Krisen fliehen. Er ermöglicht unter anderem einen befristeten legalen Aufenthalt, ohne dass sofort ein reguläres Asylverfahren abgeschlossen sein muss.



