Was bekannt ist
In Warschau sind drei ukrainische Jugendliche bei einem Angriff verletzt worden. Nach Angaben des polnischen Innenministers Marcin Kierwinski wurden fünf polnische Staatsangehörige im Alter von 15 bis 18 Jahren festgenommen. Die weiteren Verfahrensschritte laufen.
Vor einigen Tagen wurden auf der Swietokrzyski-Brücke in Warschau drei Jugendliche, ukrainische Staatsbürger, brutal zusammengeschlagen. Im Zusammenhang mit dem Angriff nahm die Polizei fünf Personen fest, polnische Staatsbürger im Alter von 15 bis 18 Jahren. Weitere prozessuale Handlungen werden durchgeführt.
Marcin Kierwinski · polnischer Innenminister
Berichte zum Tathergang
Polnischen Medien zufolge ereignete sich der Vorfall bereits am 7. Mai. Demnach waren vier ukrainische Staatsangehörige gemeinsam mit einer polnischen Jugendlichen auf einer Brücke in Warschau unterwegs, als sie von einer Gruppe von etwa zehn Personen angegriffen wurden.
Nach einem Bericht des Polnischen Radios wurde ein 16-jähriger Ukrainer am Kopf getroffen, mit Reizgas besprüht und am Boden mit Fusstritten attackiert. Einem weiteren Jugendlichen wurde demnach die Nase gebrochen. Bei einem dritten Opfer soll versucht worden sein, es von der Brücke in die Weichsel zu stossen.
Den Berichten zufolge sind die Festgenommenen zwischen 15 und 18 Jahre alt und polnische Staatsangehörige. Ein Teil von ihnen soll bereits zuvor mit dem Gesetz in Konflikt geraten sein.
Ermittlungen laufen weiter
Die Polizei erklärte laut polnischen Medien, die bisher gesicherten Beweise deuteten nicht auf ein nationales Motiv für den Angriff hin. Zugleich schliessen die Ermittler weitere Festnahmen nicht aus.
Der Fall fällt in eine Zeit, in der Übergriffe auf Ukrainerinnen und Ukrainer in Polen wieder stärker beachtet werden. Ob der Angriff in Warschau Teil eines solchen Musters ist, ist nach dem derzeitigen Stand der Ermittlungen offen.



