Was Moskau zu den Übungen mitteilt
Russlands Verteidigungsministerium meldet, dass bei laufenden Manövern der Einsatz nuklear bestückter Iskander-Systeme geübt wird. Nach den offiziellen Angaben geht es unter anderem darum, Verbände und Truppenteile in höchste Stufen der Gefechtsbereitschaft für den Einsatz von Kernwaffen zu versetzen.
Zudem würden Ausbildungs- und Gefechtsaufgaben zum Erhalt spezieller Munition für das operative-taktische Raketensystem Iskander-M und zur Vorbereitung von Raketenstarts trainiert. Die Übungen laufen demnach seit dem 18. Mai und finden in Zusammenarbeit mit russischen Streitkräften in Belarus statt.
Reaktion der NATO
NATO-Generalsekretär Mark Rutte sagte vor Journalistinnen und Journalisten, das Bündnis beobachte die Übungen genau. Für den Fall eines russischen Atomwaffeneinsatzes gegen die Ukraine stellte er eine harte Antwort in Aussicht.
Sie wissen, dass die Reaktion verheerend wäre. Was diese Übungen betrifft, beobachten wir sie selbstverständlich, wir verfolgen, was geschieht.
Mark Rutte · NATO-Generalsekretär
Einordnung
Die Iskander-Systeme gelten als ein zentrales Element der russischen Kurzstreckenraketenkräfte. In der nuklearen Variante sind sie Teil der russischen Abschreckungs- und Drohkulisse gegenüber Europa.
Die Ankündigung der Übungen erhöht den politischen Druck in einer Phase, in der Russland und die NATO ihre gegenseitigen Warnungen weiter verschärfen.




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