Zweitägiger Angriff mit Drohnen und Raketen

Russland hat die Ukraine nach Angaben von Präsident Wolodymyr Selenskyj binnen zwei Tagen mit 1567 Drohnen und 56 Raketen verschiedener Typen angegriffen. Die ukrainische Luftabwehr habe dabei 94 Prozent der Drohnen und 73 Prozent der Raketen abgefangen.

Aus den von Selenskyj genannten Quoten ergibt sich, dass 94 Drohnen und 15 Raketen nicht abgeschossen wurden. Selenskyj verweist damit auf die Belastung der ukrainischen Luftabwehr bei anhaltenden massierten Angriffen.

Ballistische Waffen bleiben das Hauptproblem

Als zentrales Problem bezeichnete Selenskyj ballistische Waffen sowie den Schutz tausender Infrastrukturstandorte im Hinterland und ukrainischer Städte.

Die zentrale Herausforderung ist die Ballistik und der Schutz von tausenden rückwärtigen Infrastrukturstandorten und unseren Städten. Ich werde mit unseren Diplomaten ausführlich über die heutigen Aufgaben bei der Suche nach Raketen für die Luftabwehr sprechen. Alle müssen sich auf antiballistische Systeme und Raketen dafür konzentrieren. Das ist Priorität Nummer eins.

Wolodymyr Selenskyj · Präsident der Ukraine

Selenskyj erklärte zudem, Russland setze inzwischen eine neue Taktik nahezu ununterbrochener Luftangriffe ein, um die Arbeit der Luftabwehr maximal zu erschweren.

Auftrag für mögliche Reaktion

Nach den Worten des Präsidenten erhielten die ukrainischen Streitkräfte und die Spezialdienste den Auftrag, mögliche Formate einer Antwort auf den Angriff vorzuschlagen.

Welche konkreten militärischen oder sicherheitspolitischen Schritte damit gemeint sind, blieb zunächst offen.