Schwerpunkt in der Region Dnipropetrowsk

Russland hat in der Nacht nach Angaben der ukrainischen Luftwaffe 22 Raketen auf die Ukraine abgefeuert. Demnach wurden vier davon abgefangen. Als Hauptziel nennen die Streitkräfte die Region Dnipropetrowsk und insbesondere die Stadt Dnipro.

Nach ukrainischen Militärangaben kamen 14 ballistische Raketen vom Typ Iskander-M beziehungsweise S-400 sowie acht Marschflugkörper vom Typ Iskander-K zum Einsatz. Die Luftabwehr habe vier Marschflugkörper abgeschossen.

Zusätzlich registrierten die Streitkräfte in derselben Nacht 524 Drohnen verschiedener Typen. Davon seien 503 abgeschossen oder elektronisch unterdrückt worden.

Verletzte und Schäden in Dnipro und Odessa

In Dnipro wurden nach den vorliegenden Angaben 18 Menschen verletzt. Getroffen worden sei ein Unternehmen; zudem wurden ein Wohnquartier und ein Hochschulgebäude beschädigt. Die Stadt wurde mit Drohnen und Raketen angegriffen.

In Odessa wurden nach Angaben der regionalen Behörden Infrastrukturobjekte, ein städtisches Lyzeum und ein Kindergarten beschädigt. Betroffen waren auch mehrere Wohnhäuser: Bei dreistöckigen Gebäuden wurden Dächer zerstört, in einem anderen Stadtteil wurde ein eingeschossiges Haus beschädigt.

Verletzt wurden in Odessa ein elfjähriger Knabe und ein 59-jähriger Mann.

Folgen für Bahnverkehr und Stromversorgung

Nach dem Angriff auf die Region Dnipropetrowsk kam es auf dieser Strecke zu massiven Verspätungen im Bahnverkehr. Nach Angaben von Ukrsalisnyzja verzögerten sich Züge um neun Stunden oder mehr.

Der Netzbetreiber Ukrenerho meldete nach dem Beschuss zudem Stromabschaltungen in der Region Dnipropetrowsk. Damit waren sowohl Verkehr als auch Energieversorgung der Region von den Angriffen betroffen.

Ukrsalisnyzja ist die staatliche Eisenbahngesellschaft der Ukraine. Ukrenerho betreibt das überregionale Stromnetz des Landes.