Besuch in Kiew

Der deutsche Verteidigungsminister Boris Pistorius ist zu einem unangekündigten Besuch in Kiew eingetroffen. Im Zentrum stehen nach seinen Angaben neue gemeinsame Projekte im Rüstungsbereich zwischen Deutschland und der Ukraine.

Pistorius sagte, das wichtigste Ziel der Reise sei der Start weiterer Vorhaben bei unbemannten Systemen. Dazu gehörten auch Waffen für Angriffe über grössere Distanzen.

Gemeinsame Vorhaben in der Rüstungsindustrie

Nach den Angaben von Pistorius wollen Berlin und Kiew neue Gemeinschaftsunternehmen aufbauen und ukrainische Entwickler unterstützen. Deutschland wolle dabei auch die Erfahrungen der ukrainischen Armee aus dem Krieg nutzen.

Geplant ist demnach eine gemeinsame Produktion von Drohnen unterschiedlicher Reichweite. Genannt wurden Systeme mit einer Reichweite von weniger als 100 Kilometern sowie weitreichende Systeme mit bis zu 1'500 Kilometern.

Einordnung der Ankündigung

Die Ankündigung ist auch deshalb bemerkenswert, weil Deutschland der Ukraine bislang keine Taurus-Marschflugkörper geliefert hat. Stattdessen setzt Berlin nun offenbar auf gemeinsame industrielle Projekte mit der Ukraine im Bereich weitreichender unbemannter Systeme.