Luftwaffe bestätigt ballistische Mittelstreckenrakete
Die ukrainische Luftwaffe hat nach eigenen Angaben in der Nacht den Einsatz von «Oreschnik» gegen die Ukraine registriert. Jurij Ihnat, Leiter der Kommunikationsabteilung der Luftwaffe, sagte, im Rajon Bila Zerkwa sei diese Waffe eingesetzt worden. Weitere Einzelheiten nannte er zunächst nicht.
Die Luftwaffe teilte zudem mit, Russland habe eine ballistische Mittelstreckenrakete abgefeuert, die nicht abgefangen worden sei. In der Nacht galt Luftalarm in der ganzen Ukraine.
90 Raketen und 600 Drohnen
Nach Angaben der Luftwaffe setzte Russland insgesamt 90 Raketen und 600 Drohnen gegen die Ukraine ein. Davon seien 55 Raketen und 549 Drohnen abgeschossen worden. Hauptziel des Angriffs war demnach Kiew.
- Zwei Raketen vom Typ «Kinschal» wurden abgefeuert, keine davon wurde abgefangen.
- Drei Raketen vom Typ «Zirkon» wurden gestartet; Angaben zu möglichen Abschüssen machte die Luftwaffe nicht.
- Von «Iskander-M» beziehungsweise S-400 seien 30 gestartet und 11 abgeschossen worden.
- Von Ch-101, «Iskander-K» und «Kalibr» seien 54 gestartet und 44 abgefangen worden.
Registriert wurden laut Luftwaffe Einschläge von 16 Raketen und 51 Angriffsdrohnen an 54 Orten. Zudem seien an 23 Orten Trümmer oder abgeschossene Drohnen niedergegangen.
Schwere Schäden und Opfer in Kiew und Umgebung
In Kiew kam es in mehreren Stadtteilen zu Bränden und Zerstörungen. Nach Angaben der Rettungsdienste wurden mehr als 40 Einsatzorte registriert. Betroffen waren unter anderem Wohnhäuser, ein Wohnheim sowie weitere zivile Objekte.
Bürgermeister Vitali Klitschko meldete im Verlauf des Morgens zunächst einen Toten und 44 Verletzte, später zwei Tote und 56 Verletzte. Auch im Gebiet Kiew gab es Opfer: Nach Angaben der Regionalverwaltung kamen zwei Menschen im Rajon Butscha ums Leben, neun weitere wurden verletzt.
In Tscherkassy wurde laut regionalen Angaben ein Wohnhaus von einer Drohne getroffen. Dabei wurden demnach elf Menschen verletzt.
Medwedew fordert noch stärkere Angriffe
Der stellvertretende Vorsitzende des russischen Sicherheitsrats, Dmitri Medwedew, rief nach dem Angriff zu einer weiteren Eskalation auf.
Man muss zuschlagen – wie heute und noch viel stärker. Denn Ruinen und graue Asche an der Stelle ihrer Symbole der Hauptstadt demoralisieren den Feind nicht weniger als der Verlust eines Kampfbanners.
Dmitri Medwedew · stellvertretender Vorsitzender des russischen Sicherheitsrats




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